Stories vom WochenMarkt

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Stories von VolksFesten

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MarktVergnügen für alle

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Hannelore G. freut sich über ihren gefüllten Einkaufskorb. Soeben kommt sie zurück von ihrem Einkauf auf dem Wochenmarkt. Als das Telefon klingelt, stellt sie ihren Korb in der Küche ab und eilt in ihr kleines Bürozimmer. Wie häufig dauert das Gespräch länger, und in dieser Zeit hat sich Mitbewohner Hans N. nützlich gemacht. Ruckzuck sind die frischen Lebensmittel irgendwie, irgendwohin verstaut. Einerseits freut sich Hannelore etwas später, dass der Korb schon leer ist, andererseits ist sie unsicher, ob das Gemüse und das Obst an den richtigen Stellen

liegen. Hans reagiert beleidigt, da er sich kontrolliert fühlt und verlässt grummelnd die Küche. Zunächst sucht sie nach den Äpfeln und findet sie neben Käse im Kühlschrank. Schmeckt vielleicht gut zusammen, aber ich möchte sie doch lieber in der dunklen Kellerabseite aufbewahren, will sie ja schließlich noch etwas lagern! Hoppla, beim Auspacken der Äpfel lugen die Bananen hervor. Oh, das geht gar nicht, murmelt sie, Bananen im Kühlschrank, das können sie nicht ab. Also raus damit und in eine fast hängende Lage gebracht, damit sie nicht übereinander liegen und braue Druckstellen bekommen. Es funktioniert gut mit einer randhohen Schale, oder mit meinem Drahtgestell.
Wo sind denn die Tomaten und Gurken geblieben? Ja, man könnte meinen, das Kühlfach für Gemüse im Kühlschrank ist der richtige Ort. Genau dort hat Hans sie hineingepackt, aber auch das missfällt Hannelore. Sie weiß, dass die Tomaten keine Kälte mögen und dass sie das Gas Ethylen ausstoßen, was wiederum die daneben abgelegten empfindlichen Gurken nicht mögen. Außerdem sind sie ebenso kälteempfindlich wie Tomaten. Also, raus aus dem Kühlschrank und getrennt voneinander in die dunkle Vorratskammer.
Wo sind denn die Zitronen und die Pampelmusen geblieben? Hans hat sich vielleicht an eine alte Serviervariante erinnert, denkt Hannelore still, denn sie findet die Früchte neben dem frischen Fisch! Zubereiteter Fisch wird ja häufig mit Zitrone beträufelt, denkt sie, aber das machten unsere Urgroßmütter nur deswegen, weil der Fisch vielleicht nicht mehr ganz frisch war. Jedenfalls verlieren diese Früchte ihren Geschmack im Kühlschrank, aber die mäßige Zimmertemperatur in der Küche ist für sie in Ordnung.
Ja, die Kartoffeln sind mal nicht im Kühlschrank, sondern in der Dunkelbox, die in der Abseite steht, prima.

Oh nein, und jetzt sind noch meine Möhren samt Grün im Kühlschrank abgelegt. Hier liegen sie zwar richtig, müssen aber vorher vom Grün befreit werden, da es den Wurzeln ansonsten die Flüssigkeit entzieht. Derweil schlendert Hans in die Küche hinein und sieht, wie Hannelore gerade das letzte Grün der Möhren entfernt. Willst du jetzt schon kochen, fragt er betont lässig nebenbei? Nein, das überlasse ich sehr gern dir, habe nur das Gemüse und das Obst an die richtigen Stellen gelegt. Und das geht so, schau mal.....Hans ist beeindruckt von ihrem Wissen und erfährt: Das hat mir übrigens alles mein Wochenmarkthändler erklärt, der ist nämlich richtig nett! Neben köstlicher Ware bekomme ich stets Tipps und Tricks verraten, sagt’s und überlässt dem verdutzten Hans das Küchenfeld.BGB

Zum Motiv: Soeben hat Hannelore G. auf dem Wochenmarkt frische Karotten mit Grün, Gurken und Zitronen gekauft.

Fotos©Barbara Gitschel-Bellwinkel